TSCHICK

Lichtspiele Kalk Favorit!

Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf 'Geschäftsreise' ist, verbringt der 14-jährige Maik Klingenberg die Sommerferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, lebt in einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und macht mit einem gestohlenen Lada Niva die Gegend unsicher. Zusammen brechen die beiden Aussenseiter zu einem kühnen Roadtrip durch die ostdeutsche Provinz in Richtung der Wallachei auf und lassen Sorgen wie den ersten Liebeskummer oder die mannigfaltigen elterlichen Verhaltensauffälligkeiten bald hinter sich.

Glaubwürdig und in wunderbar altmodischer Manier erzählt Fatih Akin die Geschichte eines Sommers – des besten Sommers von allen für die beiden Protagonisten. TSCHICK basiert auf Wolfgang Herrndorfs gleichnamigem Erfolgsroman, der nach seiner Veröffentlichung schnell zum modernen Klassiker unter den Jugendbüchern avancierte und zu den grössten literarischen Erfolgen der vergangenen Jahre zählt.

"TSCHICK ist eine sehr treue und rundum gelungene Buchverfilmung mit zwei tollen Hauptdarstellern. Der lakonische Humor von Wolfgang Herrndorf ist bei Fatih Akin bestens aufgehoben. Er zieht sich nicht nur durch die schön absurden Herrndorf-Dialoge – "Die Walachei gibt's nicht. Das ist, als hättest du einen Großvater in Jottwehdeh. Oder in Dingenskirchen.“ „Und was ist daran so komisch?“ „Jottwehdeh gibt’s nicht, Mann! Jottwehdeh heißt: janz weit draußen. Und Walachei gibt’s auch nicht. Wenn du sagst, einer wohnt in der Walachei, dann heißt das: Er wohnt in der Pampa.“ „Und die Pampa gibt’s auch nicht?“ „Nein“ „Aber mein Großvater wohnt da.“ „In der Pampa?“ „Du nervst, echt!“ – sondern auch durch die Bilder. Seien es die abenteuerlichen Überholversuche Maiks auf dem Standstreifen. Oder die Tupperdose auf dem Lehrertisch, in der die gesammelten konfiszierten Handys der Klasse leise vor sich hin summen." Hendrike Bake, Indiekino

CREDITS

deutsche Originalsprachfassung

Regie: Fatih Akin
• Deutschland 2016

• 93 Min.
• DCP
FSK 12

TSCHICK bei Letterboxd
• Infos zu Altersfreigaben & Deskriptoren: www.fsk.de

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