QUO VADIS, AIDA?

Bosnien, Juli 1995. Aida ist Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Als Dolmetscherin in den Verhandlungen hat Aida Zugang zu entscheidenden Informationen. Sie versucht dabei, Lügen und Wahrheiten auseinanderzuhalten, um herauszufinden, wie sie ihre Familie und ihre Mitbürger*innen retten könnte.

"Jasmila Žbanić hat QUO VADIS, AIDA? wie einen Thriller inszeniert. Im Film sind so gut wie keine Kampfhandlungen oder Gewalt zu sehen, aber die Anspannung beginnt mit der ersten Sekunde und ist mit dem Abspann nicht vorüber. ...
Jasna Ðuriči ist fantastisch als Aida: Sie agiert pragmatisch und souverän, während unter der beherrschten Oberfläche die Panik jederzeit zu spüren ist. Sie registriert alles und trifft schnelle, harte Entscheidungen, weil sie weiß, das für lange Überlegungen keine Zeit ist. Jasmila Žbanić hat ganz bewusst eine Frau und Zivilistin in das Zentrum ihres Kriegsfilms gestellt. QUO VADIS, AIDA? dreht damit das Geschlechterverhältnis von Rettern und Geretteten um, erzählt aber vor allem, dass die Rolle der Retterin oder des Retters eher situations- als geschlechtsabhängig ist. ...
Aida ist das nervöse Zentrum von QUO VADIS, aber die dichte, komplexe Inszenierung hat auch fast immer die anderen Personen im Raum und die Lage im Camp als Ganzes im Blick. ..." Hendrike Bake, Indiekino

"There is relentless, dread-fueled suspense here, and a kind of procedural efficiency that reminds me of Paul Greengrass's fact-based films, like "Bloody Sunday". The rigorous honesty of QUO VADIS, AIDA? is harrowing, partly because it subverts many of the expectations that quietly attach themselves to movies about historical trauma... an unforgettable film." A. O. Scott, The New York Times (2021)

"The massacres committed by the Serbian army in Srebrenica in July, 1995 remain an open wound and a taboo to this day, denied by many, discussed and taught by very few people in the former Yugoslavia. The Bosnian War itself has a firm grip on the work of writer-director Jasmila Žbanić ever since her early days as a filmmaker. Here she turns history into a frantic (and very real) thriller that finds its narrative core in Aida's desperate struggle to save her husband and sons. Three helpless men, one fighting woman: QUO VADIS, AIDA? offers an unmistakably feminist take on the story of the Srebrenica genocide. But in the end it is Serbian actress Jasna Djuricic whose presence, energy, and sheer dedication make this film take flight: A similarly fierce and spellbinding heroine will be hard to find anywhere else in Europe's contemporary art house cinema." Stefan Grissemann, Viennale 2020

CREDITS

Originalfassung (Bosnisch, Englisch, Niederländisch) mit deutschen Untertiteln

• Regie: Jasmila Žbanić
• Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Rumänien, Niederlande, Norwegen 2020

103 Min.
• DCP
FSK 12

QUO VADIS, AIDA? bei Letterboxd
• Infos zu Altersfreigaben & Deskriptoren: www.fsk.de

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