
In der U-Bahn Budapests arbeiten Bulcsú und seine Kollegen als Fahrkartenkontrolleure. Doch aggressive Fahrgäste, Konkurrenten und ein unheimlicher Mörder machen aus ihrem Alltag unter der Erde einen buchstäblichen Alptraum: eine schöne und skurrile Geisterfahrt durchs U-Bahn-Labyrinth.
"Nimród Antal hat für seinen ersten Langspielfilm ein beeindruckendes Setting gefunden. Er schafft ein Bild der U-Bahn der ungarischen Hauptstadt, das vom Spiel mit dem Kontrast, den gigantischen Lüftern, dem auf den Rolltreppen einfallenden Licht und der Variation zwischen grellem Licht und mysteriösem Dunkel geprägt ist. Antal, der bisher vor allem Werbefilme und Musikvideos realisierte, bleibt hier keineswegs einer Videoclip-Ästhetik verhaftet. Er zeichnet einen durch die atmosphärische Musik und die brillante Kameraarbeit (Gyula Pados) getragenen, komischen und spannenden Film. ...
Antals Momentaufnahme des Alltags von Fahrkartenkontrolleuren ... bietet einen vergnüglichen, visuell und akustisch berauschenden Kinoabend." Frédéric Jaeger, critic.de (2005)
"In die dunklen Gänge der Budapester Untergrundbahnen entführt KONTROLL die Zuschauer: In einen Kosmos aus kaltem Licht und abgestandener Luft, in den die Großstadt täglich tausende Menschen hinab speit, um sie später wieder zu verschlucken - die meisten jedenfalls. ...
Genau so im Dunkeln bleibt, welchem Genre man diesen Film wohl zuordnen soll. Thriller? Doku? Sozialdrama? Komödie? Liebesgeschichte? Märchen? Er hat von allem etwas. KONTROLL mit einem Puzzle zu vergleichen, trifft es nicht, denn die einzelnen Teile müssen nicht aneinander passen. Der Film ist mehr ein Mosaik – mit Fantasie, Liebe zum Bild und zum Detail und viel Experimentierfreude als Verfugungsmittel für die Zwischenräume, die notwendigerweise zwischen den Geschichten-Bausteinen bleiben. Doch das Gesamtbild beeindruckt." Claudia Fudeus, stern.de (2005)
ungarische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
• Regie: Nimród Antal
• Ungarn 2003
• 106 Min.
• HD
• FSK 12
• KONTROLL bei Letterboxd
• Infos zu Altersfreigaben & Deskriptoren: www.fsk.de