GORGONÀ

"Griechenland in einer nicht so fernen Zukunft: Die Bewohner einer sterbenden Stadt sind ganz und gar von Erdöl abhängig. Wenn die Männer nicht in der Raffinerie schuften, gehen sie quasi-religiösen machistischen Ritualen nach. Hier herrscht das Patriarchat in Reinkultur. Maria ist die einzige Frau in einem Haufen stumpfer, anabolika-süchtiger Alpha-Typen. Sie will ihren Mentor Nikos als Anführerin beerben und eine Zeitenwende einläuten. Doch um nach der Macht greifen zu können, muss sie seine Spielchen mitspielen. Da kommt Sängerin und Sexarbeiterin Eleni in die Stadt und bringt Marias Weltbild und ihre Gefühle durcheinander.
Evi Kalogiropoulou schuf mit kleinem Budget und großer Vision einen postapokalyptischen Fiebertraum à la "Mad Max" in klassisch queerer Ästhetik. Eingehüllt in überdrehte Gewalt, Sex und bunten Trash bietet GORGONÀ eine feministische Systemanalyse, die den Nerv der Zeit trifft wie Maria die Zielscheibe bei ihren Schießübungen. Die weibliche Perspektive ist omnipräsent, gerade in den Sequenzen, die das körperbetonte Männlichkeitstheater studieren, das Nikos und seine 'Brüder' aufführen. Nicht nur die beiden Hauptfiguren dürfen strahlen, auch weibliche Nebenfiguren bekommen ihren Moment in der Sonne, etwa zwei Serviererinnen in der Mensa oder eine toughe Kiosk-Besitzerin. GORGONÀ beleuchtet ein klassisches patriarchales Paradoxon: Frauen sind wertvoll und begehrt, leben aber genau deshalb in ständiger Gefahr – sie sind Besitz, müssen verfügbar sein und dürfen sich nicht entziehen. Dass sich Maria, die sich den Zugang zur Männerwelt hart erkämpft hat, und Eleni, die von außen zuschaut und durch ihre Sexualität ihr Überleben sichert, miteinander solidarisieren, bringt ein Quäntchen Hoffnung in diese brutal hoffnungslose Welt." Eva Szulkowski, Indiekino

"Après son court-métrage "Le Trône de Xerxès", la cinéaste grecque Evi Kalogiropoulou continue à explorer les notions d’inclusion et d'exclusion, d'identité interculturelle, de figures féminines dans la mythologie grecque antique et d'environnements post-apocalyptiques, avec GORGONÀ, son premier long métrage dévoilé à la Mostra de Venise 2025. Situé dans une Grèce dystopique, ce western queer offre une relecture contemporaine et féministe de la légende de la gorgone. Rappelant par son énergie libidinale le "Beau Travail" de Claire Denis, mais aussi "Mad Max" ou "Planète terreur", ce film détonant déconstruit de façon jouissive les mécaniques de la virilité. Entre thriller érotique, ode à la sororité et récit d’émancipation, une fable inventive, drôle, intense et bourrée d’action, emmenée par un duo d'actrices éblouissant." Chéries-Chéris 2025

CREDITS

• Regie: Evi Kalogiropoulou
• Griechenland, Frankreich 2025
• Sprache: Griechisch

95 Min.
• DCP
FSK 16

GORGONÀ bei Letterboxd
• Infos zu Altersfreigaben & Deskriptoren: www.fsk.de

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