DAYS OF BEING WILD

Hongkong, 1960: Yuddy, ein verwöhnter, bei einer Prostituierten aufgewachsener Frauenheld, schlägt seine Zeit lustlos mit sexuellen Affären tot. Dabei lernt er die Verkäuferin Su Li-zhen kennen, die ihm verfällt und der ein verliebter Polizist erfolglos hinterherläuft. Als er erfährt, dass seine richtige Mutter in Manila lebt, macht er sich voller Hoffnung auf die Suche nach ihr.

Für seinen zweiten Film, DAYS OF BEING WILD, versammelte Wong Kar-Wai die besten Talente des Hongkong-Kinos jener Zeit; das Werk floppte bei seiner Veröffentlichung, wurde aber von der Kritik gefeiert und gilt heute als einer seiner besten Filme. Es ist Wong Kar-Wais erste Zusammenarbeit mit Kameramann Christopher Doyle, der durch seine hochgradig stilisierten Bilder eine Generation von Filmemachern in Asien prägen sollte.

"Alltagssplitter aus der Geschichte unmöglicher Lieben. Das besessene Leitmotiv: Einsamkeit. Ein sanfter Film über das Scheitern, Kino, das sich beim Sterben zusieht. DAYS OF BEING WILD erträumt das Jahr 1960 in Hongkong. Der Film hält den Atem an, um zu spüren, wie lange ein Augenblick zu dauern vermag. Zeit und Raum lösen sich auf ins Ungewisse, und am Ende des Films wartet der Tod." Harry Tomicek, Filmmuseum Wien (2013)

"DAYS OF BEING WILD und "As Tears Go By", die ersten Streifen von Wong Kar-wai, sind wunderschöne Zeit-Etüden. Heute wirken sie so jugendlich und frisch, so modern wie nie zuvor. Filme zum Wieder-und-wieder-Sehen; sie scheinen aus einer fernen, fremden Welt zu kommen und lassen doch dichte Beziehungen erkennen zu den späten grossen Filmen "In the Mood for Love" und "2046"." Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung (2010)

"Wong Kar Wai's breakthrough sophomore feature represents the first full flowering of his signature swooning style. The first film in a loosely connected, ongoing cycle that includes "In the Mood for Love" and "2046", this ravishing existential reverie drifts through the Hong Kong of the 1960s with a band of wayward twenty-somethings – including a disaffected playboy (Leslie Cheung) searching for his birth mother, a lovelorn woman (Maggie Cheung) hopelessly enamored with him, and a policeman (Andy Lau) caught in the middle of their turbulent relationship – who pull together and push apart in a cycle of frustrated desire. The director's inaugural collaboration with both cinematographer Christopher Doyle, who lends the film its gorgeously gauzy texture, and actor Tony Leung, who appears briefly in a tantalizing teaser for a never-realized sequel, DAYS OF BEING WILD is an exhilarating expression of Wong's trademark themes of time, dislocation, and restless yearning." Janus Films

CREDITS

• Regie: Wong Kar-Wai
• Hongkong 1990
• Sprache: Chinesisch (Kantonesisch)

94 Min.
• DCP
FSK 12

DAYS OF BEING WILD bei Letterboxd
• Infos zu Altersfreigaben & Deskriptoren: www.fsk.de

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