
"Nach seiner Festivalsensation "Luz" gelingt dem deutschen Regisseur Tilman Singer erneut ein atmosphärischer und visuell herausragender Horrortrip mit originellem Plot und perfiden Twists. In der Hauptrolle des auf 35mm gedrehten Genre-Highlights überzeugt "Euphoria"-Star Hunter Schafer neben einem ebenso brillanten wie furchteinflößenden Dan Stevens ("Ich bin Dein Mensch")." Weltkino
Nur widerwillig verlässt die 17-jährige Gretchen ihre amerikanische Heimat, um bei ihrem Vater zu leben, der gerade mit seiner neuen Familie ein Resort in den deutschen Alpen bezieht. Angekommen in ihrem zukünftigen Zuhause werden sie von Herrn König, dem Chef ihres Vaters, begrüßt, der ein unerklärliches Interesse an Gretchens stummer Halbschwester Alma hat. Überhaupt scheint etwas nicht zu stimmen in dem beschaulichen Urlaubsparadies. Gretchen wird von merkwürdigen Geräuschen und verstörenden Visionen geplagt, bis sie auf ein schockierendes Geheimnis stößt, das auch ihre eigene Familie betrifft.
"Throbbing with sinister secrets and clever twists, Cuckoo is a wildly entertaining exercise in unrestrained imagination from Tilman Singer (Luz, 2018). Schafer is dynamite as the heroine whose stint in this creepy paradise delivers lashings of lurid horror and packs a powerful emotional punch." Sydney Film Festival 2024
"Umso beglückender ist es bei so viel visueller Finesse aber auch, dass sich der Film stets der eigenen Ableitung aus einer langen Genretradition bewusst ist und seinen höheren psychosexuellen Unsinn über Brutparasiten und Leihmutterschaft mit einem informierten, ironischen Humor ausstattet. Gerade im sehr lustvollen Umgang mit seinem Material, der Faszination für körperliche Verformungen, lässt sich der so oft wie selten richtig gut beschworene Einfluss der Filme von David Cronenberg (die explizite Nähe zu "Parasiten-Mörder" und "Die Brut" versucht der Film erst gar nicht zu kaschieren) erkennen. Mit CUCKOO empfiehlt sich Tilman Singer so als ein Hoffnungsträger des internationalen Horrorfilms, der seinen namhaften Einflüssen zunehmend näher auf Augenhöhe entgegenblickt." Kamil Moll, Filmstarts
"Regisseur und Autor Tilman Singer spielt in seinem zweiten Langfilm selbstbewusst mit Klischees und dem Bild, das die Amerikaner von Deutschland haben: Bayern und Berge – in dieser gruseligen Märchenwelt erzählt er seine irre Geschichte und zitiert dabei quer durch die Genregeschichte. Die Hotellobby erinnert nicht von ungefähr an "The Shining", die Handlung entwickelt sich zunehmend zum Bodyhorror à la Cronenberg. Hunter Schaefer, bekannt durch ihre Rolle in der Serie "Euphoria", schlägt sich bestens als Einzelkämpferin gegen das Grauen. Dan Stevens dreht herrlich frei als diabolischer Gegenspieler. Singer, der seinen Film in 35mm drehte, setzt voll auf Atmosphäre und arbeitet eindrucksvoll mit Sound und Sets. Auf der Berlinale und beim Sundance Filmfestival wurde CUCKOO dafür gefeiert." Lars Tunçay, Indiekino
englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
• Regie: Tilman Singer
• Deutschland, USA 2024
• 102 Min.
• DCP
• FSK 16
• Deskriptoren: www.fsk.de