​AS TEARS GO BY

In der skrupellosen, neonbeleuchteten Unterwelt Hongkongs ist ein kleiner Mafia-Vollstrecker hin- und hergerissen zwischen der aufkeimenden Romanze mit seiner kranken, schönen Cousine und seiner Loyalität zu seinem unberechenbaren, rücksichtslosen Partner in Crime.

"AS TEARS GO BY is in many ways a routine gangster drama... Yet the film is also charged with impulses of the art film. Wong took the over-the-top tradition of 1980s Hong Kong cinema and ran with it, adding fresh doses of formal fanfare without diluting the commercial appeal of genre conventions, at the same time challenging established notions of the triad film." Sam Ho, Reverse Shot (2013)

"Bevor Wong zur (Genre-)Sache kommt, findet er schon die ganze Tristesse des anonymen Grossstadtdaseins: der wortkarge Held in einer Wohnung voller dreckiger Gläser, ständig in Grossaufnahme neue Zigaretten anzündend, das Rauschen des Fernsehers als Dauerhintergrund. ... Die Gangsterstory, die sich parallel entfaltet, ist natürlich ein Tribut an Martin Scorseses "Mean Streets": Lau ist das Äquivalent von Harvey Keitel, Jackie Cheung gibt explosiv die Alternative zu De Niros Johnny Boy. Und wie der braucht er nur die Möglichkeit, einen Fehler zu begehen, zu ahnen – und er wird es tun: Dass dieser Film nicht gut enden kann, ist von Anfang an klar. ... AS TEARS GO BY ist auch ein Film der delirierenden Zuspitzung: Nicht umsonst wurde sein packender Umgang mit dem Genre zur Blaupause fürs Hongkong-Kino der nächsten paar Jahre." Christoph Huber, filmzentrale.com

"Wong Kar Wai's scintillating debut feature is a kinetic, hyper-cool crime thriller graced with flashes of the impressionistic, daydream visual style for which he would become renowned. Set amidst Hong Kong's ruthless, neon-lit gangland underworld, this operatic saga of ambition, honor, and revenge stars Andy Lau as a small-time mob enforcer who finds himself torn between a burgeoning romance with his ailing cousin (Maggie Cheung, in the first of her iconic collaborations with the director) and his loyalty to his loose cannon partner in crime (Jacky Cheung) whose reckless attempts to make a name for himself unleash a spiral of violence. Marrying the pulp pleasures of the gritty Hong Kong action drama with hints of the head-rush romanticism Wong would push to intoxicating heights throughout the 1990s, AS TEARS GO BY was a box office smash that heralded the arrival of one of contemporary cinema's most electrifying talents." Janus Films

"Sein Name, 1988 so gut wie unbekannt und schon bald nach seinem Debütfilm in aller Munde: Wong Kar-Wai. Er arbeitet mit weißem Licht, läßt die Farben wie gebleicht durch Eis erscheinen und in Ekstasen von Rot und Blau ausbrechen. Seine Kamera ist verkantet, steht irregulär hoch oder trunken tief und kreist, schlingert und schwebt, als wäre sie unter Halluzinogene gesetzt. Die Montage gebärdet sich apoplektisch, bisweilen schlagzeugsolo-schnell, dann traumtidenhaft verzögert und zumeist so, wie man es gerade nicht erwartet: als wäre der Film parallel gemäß unterschiedlichen Musikrhythmen geschnitten. Protuberanzen von Gewalt in Super Slow Motion. Katarakte von Schnelligkeit. Und ein Zeitlupen-Bombardement mit elegischen Gefühlen. Nostalgie des Untergangs. Honigsüße Wehmut. Und Freundschaft, Liebe und Stolz hinter cool gestylten Fassaden. Zum Handlungswirrsal der Hong-Kong-Filme (ihrem kümmerlichsten Element seit je) verhält sich Wong antithetisch. Kein Knäuel des Plots. Nur Bewegungsläufe. Und Stillstände. Und Stimmungsbilder wie langsam ziehende Wolken. Referenzen an Scorsese und Melville, an Woo und das japanische Yakuza-Kino. Und dennoch, gemäß Wongs Worten: 'Das ist meine Version des Gangsterfilms." Österreichisches Filmmusem (2001)

CREDITS

• Regie: Wong Kar-wai
• Hongkong 1988
• Sprache: Kantonesisch

• 102 Min.
• DCP
FSK 16

AS TEARS GO BY bei Letterboxd
• Infos zu Altersfreigaben & Deskriptoren: www.fsk.de

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